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Polizeiinspektion Kemnath; Präventionsbericht; Betrugsvarianten für Ersparnisse von Seniorinne und Senioren

21.09.2018

Betrüger haben in den letzten Jahren unterschiedliche perfide Varianten entwickelt, um an die Ersparnisse von Seniorinnen und Senioren zu gelangen.

 

Daher möchten wir Ihnen diese Varianten näher bringen und gleichzeitig verschiedene Empfehlungen mit auf dem Weg geben.

 

Eine der häufigsten Betrugsvarianten ist das Auftreten von "falschen Polizeibeamten".

Dabei geben sich die Täter am Telefon als Polizeibeamte aus und teilen Ihnen mit, dass Einbrecher es auf Ihr Erspartes abgesehen hätten. Während diesem Telefonat wird unter verschiedenen Vorwänden versucht, einen Übergabetermin von Geld- und Wertgegenständen auszumachen. Bei diesem Trick wird sogar auf eine spezielle Technik zurückgegriffen, die Ihnen auf der Anzeige ihres Telefons die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.

 

Eine weitere oft genutzte Betrugsvariante ist der sogenannte "Enkeltrick".

Hier rufen die Betrüger an und geben sich als Verwandte oder aber auch als gute Bekannte aus und bitten Sie kurzfristig aufgrund von Notlagen oder finanziellen Engpässen um Bargeld. Falls die genannte Summe Ihnen in diesem Moment nicht komplett zur Verfügung steht, werden Sie dazu aufgefordert die restliche Summe von Ihrem Bankkonto abzuheben. Sobald Sie einer solchen Zahlung zustimmen, wird eine Bote angekündigt, der das Geld abholen wird.

 

Des Weiteren gibt es die Betrugsvariante des "Betruges an der Haustür".

Dabei wird versucht überteuerte Leistungen oder aber auch Produkte zu verkaufen. Betrüger treten hierbei in ganz unterschiedlichsten Rollen auf. Mal als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal als Handwerker oder als Hilfsbedürftiger. Sogar greifen die Betrüger auf die Verkleidung als angebliche Amtsperson zurück.

 

Um auf diese genannten Betrugsvarianten nicht hineinzufallen, empfehlen wir Ihnen folgendes:

 

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an.
  • Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Übergeben Sie niemand Geld an unbekannte Personen.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Verlangen Sie vom Amtspersonen grundsätzlich einen Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel.
  • Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst hinaus.
  • Lassen Sie nur Handwerker  in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.
  • Leisten Sie keine übereilte Unterschrift an der Tür.
  • Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

 

Thorsten Fiebiger

Polizeihauptkommissar